“Eine unglaubliche Geschichte” Teil 3

16.08.2008 - 10:08:44 von Simon in Eine unglaubliche GeschichteKeine Kommentare

Durch die schier endlosen Gassen meiner Wohnung schlendernd, wurde mir schlagartig bewusst, dass es schon einige Lenze zurückliegen musste, seit ich meinen Backofen zuletzt gesehen hatte. Eine zeitlang kursierte er mit einer ziemlich illustren Bande, die er jedoch jäh verließ um Menschen aus brennenden Hochhäusern zu retten. Er war seither gern gesehener Gast bei diversen Talkshows und Heimatabenden. Zum backen war er schon lange nicht mehr gekommen.

Schon wollte ich meine Suche abbrechen, als ich plötzlich auf etwas Unerwartetes stieß. Mitten auf dem Platz zwischen Speisekammer und zweiter, hinterer Garderobe versuchten einige junge Männer ein junges Rind mit einer Leine einzufangen. Als ich hinzukam und fragte, wes dieses Tier bezichtigt wurde murmelten sie nur unverständliches Kauderwelsch und beachteten mich kaum. Es schien sich also um eine Familienfehde, wie sie in dieser Gegend meiner Wohnung des Öfteren anzutreffen ist, zu handeln.
Rasch verscheuchte ich die jungen Männer durch lautes Händeklatschen und bot dem Rind eine Zigarette an. Obwohl ich selbst Nichtraucher bin, trage ich stets eine Packung Parisiennes bei mir. In einer Wohnung wie der meinen, kann dies von großem Vorteil sein.

Als das Rind jedoch ausgeraucht hatte, verschwand es rasch und ohne Abschiedsgruß. “Die Sitten in meiner Wohnung lassen doch arg zu wünschen übrig”, dachte ich, da ich zu allem Überfluss noch von einer Horde aufgescheuchter Möwen angefallen worden war. Den Unflätigkeiten meiner tierischen Mitbewohner entronnen, versuchte ich schließlich meine Suche fortzusetzen, doch auf unfassbare Weise war mir das Ziel meiner Suche schlagartig entfallen. Mein Kopf drohte unter seinem großen Druck schier zu zerplatzen “Was, wenn man die Gürkchen nach Ablauf des Verfallsdatums wirklich nicht mehr essen sollte? Sind wir dann alle Unmenschen??” pochte es in meinem Gehirn. Schließlich fiel ich in einen tiefen, fiebrigen Schlaf. Ich musste Wohl unter der Hitze, der sich an der Decke befindlichen Starkstromscheinwerfer ohnmächtig geworden sein, wer weiss das schon.

Fortsetzung folgt

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